Deutschland hat bei der Eishockey-WM in der Schweiz auch sein zweites Spiel verloren. Am Sonntagabend, 17.05.2026, unterlag die Auswahl Lettland mit 0:2, nachdem schon das Auftaktmatch gegen Finnland mit 1:3 verloren gegangen war.
Das Ergebnis stand nach Dritteln von 0:1, 0:1 und 0:0 fest. Für Deutschland wird der Weg ins Viertelfinale damit deutlich härter: Um noch einen der ersten vier Plätze in der Gruppe A zu erreichen, muss die Mannschaft nun einen der vermeintlich großen Gegner schlagen.
Lettland setzte früh das erste Zeichen. In der 6. Minute scheiterte Oskars Batna frei vor Philipp Grubauer an der ersten Großchance der Partie. Kurz vor der ersten Drittelpause machte es das Team dann besser, als Batna Martins Dzierkals bediente und dieser zum 1:0 traf. Es war ein Treffer, der den deutschen Rückstand nicht nur auf die Anzeigetafel brachte, sondern auch den Spielverlauf spiegelte: Lettland wirkte wacher, direkter und nutzte die deutsche Passivität konsequenter aus.
Im zweiten Drittel bot sich Deutschland zwar mehrfach die Gelegenheit zum Ausgleich, doch die Mannschaft ließ eine Zwei-Mann-Überzahl ungenutzt. Daniel Fischbuch traf in der 27. Minute mit einem abgefälschten Schuss nur den rechten Pfosten, fünf Minuten später scheiterte Josh Samanski frei vor Kristers Gudļevskis am rechten Schoner des lettischen Torwarts. Statt des 1:1 fiel auf der anderen Seite das 0:2: In der 25. Minute hatte Rudolfs Balcers für Lettland erhöht und damit den Vorsprung weiter abgesichert. Moritz Seider brachte die Frustration in der Drittelpause bei Pro7 auf den Punkt: Deutschland habe Chancen, sorge aber für viel zu wenig Betrieb vor dem lettischen Keeper; man müsse viel konsequenter sein, das sei bisher der große Unterschied.
Auch im Schlussabschnitt änderte sich das Bild kaum. In der 44. Minute verhinderte Grubauer zunächst einen weiteren Gegentreffer in Unterzahl, nachdem Seider an der blauen Linie den Puck verloren hatte. Es blieb dennoch beim 0:2, das die Lage für Deutschland spürbar verschärft. Die WM hatte am 15. Mai in der Schweiz begonnen, das Finale steht am 31. Mai an. Für Deutschland ist nach zwei Niederlagen die Ausgangslage jetzt so eng, dass kaum noch Raum für Fehler bleibt.
