SG Wattenscheid 09 hat das Topspiel des 36. Spieltags in der Oberliga Westfalen gegen ASC 09 Dortmund mit 3:1 gewonnen und sich damit für die Schlussphase der Saison in die beste Ausgangsposition gebracht. Für den Sieger des Duells ist der Weg in die letzten beiden Spieltage nun klar: Er geht als Favorit ins Rennen.
Die Partie begann um 13:00 Uhr und stand sportlich im Zentrum eines Nachmittags, an dem auch an anderen Schauplätzen der Tabelle viel auf dem Spiel stand. Parallel musste unter anderem SV Lippstadt 08 auswärts bei TSV Victoria Clarholz gewinnen, um die Aufstiegschancen zu wahren, während Schlusslicht SG Finnentrop/Bamenohl im Abstiegskampf FC Eintracht Rheine empfing.
Der Erfolg von Wattenscheid hat Gewicht, weil die Ausgangslage im oberen Tabellendrittel vor diesem Spiel nicht vollständig geklärt war. Im Hintergrund hängt noch das abgebrochene Auswärtsspiel in Schermbeck an einer Entscheidung am grünen Tisch. Gerade deshalb bekam das direkte Duell gegen Dortmund zusätzliches Gewicht: Wer es gewann, verschaffte sich nicht nur Punkte, sondern auch die bessere Position für die letzten zwei Matchdays.
Auch SV Westfalia Rhynern war an diesem Wochenende gefordert und spielte gegen TuS Ennepetal mit dem Ziel, näher an den Aufstieg und an die Meisterschaft zu rücken, die mit dem Einzug in den DFB-Pokal verbunden ist. Im Tabellenkeller geht es derweil weiter um jeden Zähler. Türkspor Dortmund empfing DSC Arminia Bielefeld II, Rot Weiss Ahlen trat bei SC Verl II an, SpVgg Vreden traf auf SV Schermbeck in einem Sechs-Punkte-Spiel, und auch diese Paarungen gehören zu dem dichten Abstiegskampf, der die Liga derzeit prägt.
Besonders eng war die Lage in Münster, wo 1. FC Gievenbeck und TuS Hiltrup aufeinandertrafen. Das Derby endete 1:0 für Gievenbeck, nur drei Tage nachdem Hiltrup denselben Gegner im Kreispokalfinale im Elfmeterschießen besiegt hatte. Dieses Hin und Her zeigt, wie schnell sich die Kräfteverhältnisse in dieser Phase verschieben können: Zwischen Aufstiegsdruck, Abstiegsangst und regionalen Rivalitäten entscheidet in der Oberliga Westfalen derzeit nicht nur die Form, sondern oft schon ein einzelner Nachmittag.
SC Preußen Münster II spielte ebenfalls am späten Nachmittag gegen SpVgg Erkenschwick. Für die kommenden beiden Spieltage bleibt vor allem offen, ob Wattenscheid seinen Vorteil behauptet und die Entscheidung um die Spitze sauber zu Ende bringt. Genau diese Mischung aus offener Rechnung, direktem Duell und ungeklärter Tabellenlage macht die letzten Wochen in der Oberliga Westfalen so schwer vorhersehbar.

