KDnuggets hat am 14. Mai 2026 einen Beitrag mit dem Titel „5 Fun Projects Using Claude Code“ veröffentlicht und damit fünf konkrete Projektideen für das Agentic-Coding-Tool von Anthropic gebündelt. Im Zentrum steht Claude Code, das Codebasen lesen, Dateien bearbeiten, Befehle ausführen, Fehler beheben, Tests schreiben, Commits anlegen und sich über das Model Context Protocol mit externen Werkzeugen verbinden kann.
Die fünf Projekte sind als Stufen aufgebaut: vom ersten einfachen Web-App-Projekt für Einsteiger über einen Retro-2D-Weltraum-Shooter bis zu mobilen Anwendungen mit React Native und Expo. Danach folgt ein Full-Stack-Projekt mit Datenbank, Nutzeranmeldung und Vorbereitung für den Einsatz in der Produktion. Am Ende steht die technisch anspruchsvollste Aufgabe, bei der Claude Code selbst über MCP erweitert wird. Wer nur nach einem Spielplatz für KI-gestütztes Programmieren sucht, bekommt hier eine klare Reihenfolge von leicht bis fortgeschritten.
Das erste Projekt ist als anfängerfreundlicher Einstieg angelegt und soll aus einer einfachen Idee eine funktionierende Web-App machen. Genau dort liegt der Reiz des Formats: nicht in großen Visionen, sondern darin, wie schnell aus einem kleinen Startpunkt etwas Läuft, das sich anfassen lässt. Das zweite Projekt dreht sich um einen Retro-2D-Space-Shooter und verschiebt den Fokus von reiner Produktivität hin zu Spielmechanik, Steuerung und Iteration. Beide Beispiele zeigen, dass Claude Code nicht nur für Arbeitscode gedacht ist, sondern auch für Projekte, bei denen man Resultate sofort sieht.
Mit dem mobilen Projekt wechselt der Beitrag in die Welt von React Native und Expo, also in einen Bereich, in dem Interface, Geräteumgebung und Entwicklungsablauf enger zusammenhängen. Das Full-Stack-Projekt geht noch weiter und nimmt Backend, Datenbank, Login und die Vorbereitung der Auslieferung mit hinein. Für viele Entwickler ist genau das der Punkt, an dem KI-Hilfen nützlich werden können, weil mehrere Schichten einer Anwendung gleichzeitig zusammenspielen müssen. Die Liste endet nicht bei einem Demonstrationsstück, sondern bei einem Aufbau, der näher an echter Produktarbeit liegt.
Der interessanteste Teil kommt zuletzt. Das fortgeschrittenste Projekt erweitert Claude Code selbst mit MCP und nutzt damit den Mechanismus, den Anthropic in seiner Dokumentation als Verbindung zu externen Tools, Datenbanken, APIs und Workflows beschreibt. Damit verschiebt sich das Thema von „Was kann das Tool bauen?“ zu „Wie lässt sich das Tool in größere Systeme einhängen?“. Genau an dieser Stelle wird klar, warum der Beitrag mehr ist als eine Ideenliste: Er zeigt eine Entwicklungslinie von der ersten kleinen App bis zu einem Setup, in dem Claude Code Teil eines größeren Arbeitsablaufs wird.
Der Beitrag ist Teil der Reihe „5 Fun Projects“ von KDnuggets und setzt Claude Code als Werkzeug für Coding und agentische Workflows in Szene. Boris Cherny steht dabei als Name im Suchfeld für ein Thema, das in der Praxis gerade Fahrt aufnimmt: KI soll nicht nur Code vorschlagen, sondern in Entwicklungsumgebungen, im Terminal, im Browser und über verschiedene Systeme hinweg mitarbeiten. Die eigentliche Botschaft der Liste ist deshalb nüchtern und deutlich: Wer Claude Code verstehen will, fängt klein an und landet am Ende bei MCP-gestützten Workflows, die weit über ein einzelnes Projekt hinausreichen.

